Preussenflagge Preußisches Bleisatz-Magazin
Startseite - Home
Magazin - Online-Shop
Impressum - Imprint
Tagebuch - Blog
Tagebuch - Blog
Was geschah - What happened
Hintergrund - Background
Wurzeln - Roots
Schriftensammlung - Type collection
Collagen - Collages
Hauptproben - Specimen
Lexikon - Dictionary
Memorabilia - Memorabilia
Gstebuch - Guestbook
Forum - Forum
Verweise - Links
Presse - Press
Stichwortsuche:

E-Post an den Bleisetzer - E-Mail
Allgemeine Gesch ftsbedingungen - Business conditions

Vertriebsrepräsentanz für gußfrische Schriften der Schriftgießereien
Logo D.Stempel GmbH

Logo Bauer types

Anstößige Texte zum Runterladen und Weiterverbreiten Spatzseite

Nachts, wenn das Mondlicht in die Setzerei scheint


28.11.2009

 Normalerweise schließt das Bleisatz-Magazin am frühen Abend seine Pforten. Bagel-Druck, in deren Räumen sich das Magazin befindet, ist gesichert wie ein Hochsicherheitstrakt. Schwere Stahltore, Panzerglas-Fenster und ebensolche nur scheinbar filigrane Türen sind elektronisch gesichert und ein individuell programmierter Chip gewährt Zugang nur zu eben jenen Türen, die der Besitzer des Chips öffnen darf.

Heute jedoch ist kein normaler Tag. Der 7,5 t Lkw ist unterwegs, eine Setzerei abholen. Witterungsbedingt — im Rheinland gab es heute etwas, was wir hier einen „Schneesturm“ nennen. Einem Kollegen aus Bayern würde diese Benennung wohl nur ein Schmunzeln entlocken, aber Tatsache ist: Fallen bei uns im Rheinland mehr als vier Schneeflocken, bricht ein Verkehrschaos aus. Die einen fahren, als wäre es Hochsommer und sind somit viel zu schnell unterwegs, die anderen fahren übervorsichtig (Klar: Sommerreifen. Wozu braucht man S+M- oder gar Winterreifen, wenn es sowieso nur dreimal im Jahr hier schneit?). Diese Mischung der Fahrweisen führt zwangsläufig zum Chaos.

 Ich muß also warten, bis die Jungs mit dem Lkw hier sind. Dann müssen sie noch entladen, das dauert eine knappe Stunde. Also wird's heute später als sonst. Grund genug, um einen Abendspaziergang durch das Tal zu machen. Nachschauen, ob alles noch da steht, wo es hingehört (und teilweise seit 70 Jahren steht). Einen Blick durch die Fenster wagen (hier im Tal gibt es rund drei Dutzend Firmen, vom IT-Büro bis hin zur „Galerie des Wahnsinns“, in der regelmäßig Vernissagen abgehalten werden und sich ein buntes Künstlervolk tummelt. Suchen Sie doch einfach einmal im Weltnetz nach den Begriffen: Papiermühlenweg Ratingen. Sie werden überrascht sein, welche Vielfalt und Kreativität sich hier im Tal mittlerweile eingefunden hat.

 

 Die Bilder habe ich auf dem Rückweg gemacht. Links vom Eingang sieht man die Fenster der Ludlow-Setzerei, rechts die der Handsetzerei. Es wirkt richtig heimelig, nicht? Ich werde mir jetzt einen Tee brauen und mal nachschauen, was es neues im großen Weltnetz gibt...


< zum Inhaltsverzeichnis


Kommentare
1.     Machen Sie doch bitte einmal ein paar Fotos von den Gebäuden dort. Die Gebäude datieren um 1900 herum, oder?

MfG

Ernst
  — Ernst Berthold · 10. 02. 2009 ·
 
Einen Kommentar eintragen
  wird nicht angezeigt